Der wie der Naturmagier Huckenstein (1536-1589) Dreiundfünfziggewordene philosophierte durch Sprüche. Er war durch und noch durcher Wissenschaftler, der Philosophie blieb er als ein Captain Obvious der alexanderklugeendmusikartigen Lakonik enthalten.
Er war kein Whataboutist oder Thereisnosuchthingist. Reduktionismus war gerade kein Merkmal seiner Lakonik. Zur Gottesvorstellung als ein höheres Wesen, das durch Gebote, Verbote, Regeln und Strafen regiert sagte er: „Wozu braucht Gott Macht? Er ist Gott“. Ein Wesen, egal wie powerful, zeigt sich gerade im Machtstreben und in der Machtausübung als ein nicht-göttliches Wesen. Aber auch Gott kann sich selbst nicht lieben. Zur Liebe braucht es ein Du. Das so als Hint; ein Religionskritiker war Einigis nicht, denn es war für ihn offensichtlich, was heilig ist und was profan.
Je nordöstlicher hinein ins Ostcolochmetien, umso kultfigürlicher wird Einigis. Seine Sprüche sind lokales Kulturerbe. Er war ein ungelehrter Unvisersalwissenschaftler, hatte für „Romane“ (so nannte er jedes Schriftstück länger als 160 Wörter) keine Zeit. Die ontologische Trias von Alien Dark bereicherte er bereits ab 1767 mit natürlichen und mathematischen Triaden. Er erfand immer bessere Rechenmaschinen, und sagte, dass wenn das Prinzip verstanden sei, es nur noch automatische Rechenleistung erforderte. Diese Arbeit war für ihn nicht geistig, es war stupide Nervenarbeit, vergleichbar mit frondienstlicher Muskelarbeit.
Er wollte alles durchmechanisieren, wollte den Dritten Stand durch Maschinen ersetzen. Er hatte kurz und knapp aphorisierte Befürchtungen, die andere dann zu großen dystopischen Erzählungen weiterverbreiteten; seine Alpträume hießen Demokratie, Promiskuität, Kapitalismus, Egalitarismus, Säkularismus.
Die karierten und die linierten Wissenschaften haben nach Einigis unterschiedliche Wahrheitskriterien, Erkenntnisse können nicht direkt übertragen werden, und dennoch können sich karierte und linierte Wissenschaften intuitiv bereichern. Aus der Grammatik schließt Einigis auf die Fundamentalität von 1, 2 und 3, und nennt sie, zusammen mit der 0 „ursprüngliche Zahlen“. Alle anderen Zahlen nennt er „emergente Zahlen“. Die dezimale Systementalistik hat für ihn einen ästhetischen Wert; der binären Janeinistik zieht er die „grammatische Vollständigkeit“ vor und entwickelt eine Ursprünglichkeit der Zahlizität. Doch er warnt auch vor der Zahlenmystik, und zeigt an den Beispielen von Huckenstein auf, dass es ihm um „automatisches Kopfrechnen“ ging, und eben nicht um versteckte magische Bedeutungen.
Der Weg von der 0 zu 1 ist grundsätzlich nicht fassbar. Die intellektuelle Anschauung zeigt, dass die 1, sobald sie ist, nicht die 0, sondern die Nicht-1 sichgegen hat, und das führt zur 2. In der 3 kommt dieser Dualismus zur Ruhe, und ab der 4 kann der Verstand die emergenten Zahlen weiterverfolgen.
Karierte Wissenschaften sind Anwendungswissenschaften, linierte Wissenschaften sind Erklärungswissenschaften, so Einigis. Unreflektierte Anwendungswissenschaften sind in der Sohngeneration nur noch Technik (Gebrauch ohne Verstehen), und in der Enkelgeneration Magie. Unreflektierte Erklärungswissenschaften sind in der Sohngeneration Weltwissen und in der Enkelgeneration Märchen.
Einigis kritisierte einseitige Heftigkeit und fo/örderte im Bildungssystem die Gleichheftigkeit von Kariert und Liniert; er selbst sah ein, dass er zu wenig im linierten Bereich wusste, und erkannte das als ein epistemisches Problem auf der Reflexionsebene.